Außenpolitik während der Regentschaft
Teil 1: Das koloniale Vermächtnis - Die Monarchie
(von Botschafter João Hermes Pereira de Araújo)
Das Zweite Kaiserreich
Außenpolitik während der Regentschaft
Aufgrund der schwerwiegenden internen Probleme vielfältigster Art, denen sich die Regentschaft in den neun Jahren zwischen der Abdankung D. Pedro I. und der Volljährigkeit seines rechtmäßigen Nachfolgers D. Pedro II. gegenübersah, konnten in der Zeit keine weitreichenden außenpolitischen Entscheidungen getroffen werden.
Die Invasion Amapás durch die Franzosen 1835 sowie die Besetzung Piraras durch englische Truppen 1838 gaben Anlaß zu ernster Besorgnis.
Die erfolglosen Verhandlungen der uruguayischen Unterhändler in Rio de Janeiro in den Jahren 1837 und 1838 werden im Kapitel über das Abkommen von 1851 („Der Vertrag mit Uruguay von 1851“) noch genauer beleuchtet. Die Bildung der República Oriental de Uruguai sollte zu weiteren Schwierigkeiten führen: Fructuoso Rivera hatte mit den aufständischen Farroupilhas zwei Vereinbarungen unterzeichnet, und die kaiserliche Regierung Brasiliens, die den Rücktritt Oribes von der Spitze der uruguayischen Regierung anerkannt hatte, empfing entsprechend keine Gesandten mehr.
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