Vegetation
Die klimatischen und topographischen Unterschiede spiegeln sich in der Vegetation Brasiliens wider. Im Amazonasbecken und entlang der Atlantikküste, wo die Niederschlagsmengen hoch sind, wächst üppiger tropischer Regenwald mitgroßblättrigen immergrünen Bäumen. Der Regenwald zeichnet sich durch eine ungeheure Pflanzenvielfalt aus. Er beherbergt mindestens fünfzig Prozent aller Arten unseres Planeten, auf einem Hektar kommen mehr Baumarten vor als in ganz Europa.
Im Tiefland und auf den Plateaus der Ostküste, wo geringere Niederschläge fallen und die Trockenzeit überwiegt, herrscht eine Art Laubwald vor. Hier sind die Bäume, die in der trockenen Jahreszeit ihre Blätter verlieren, kleinwüchsiger als im Regenwald. Im halbtrockenen Nordosten überwiegt die Caatinga, ein trockenes Buschland. Den Großteil Zentralbrasiliens überzieht eine als Cerrado bezeichnete Savannenvegetation. Charakteristisch für diese besondere Landschaftsform sind spärliche Baumgruppen, Gebüsch und eine gegen Dürre resistente Grasflur. Im Süden ist das Hochland mit Schirmtannen (Paraná-Pinie oder Araucária) bewaldet, während Gras die Ebenen in Meereshöhe bedeckt. Das Mato-Grosso-Sumpfland (Pantanal Mato-Grossense), eine 230.000 Quadratkilometer umfassende Ebene im westlichen Teil Zentralbrasiliens, weist überwiegend Grasland sowie verstreut wachsende Bäume auf und ist in der Regenzeit überschwemmt.