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Geschichte

Die Ursprünge des brasilianischen Fußball

Charles Miller, ein junger Mann, dessen Vater als Eisenbahningenieur nach Brasilien eingewandert war, brachte von seiner Studienzeit in England zwei Lederbälle mit nach São Paulo. Man schrieb das Jahr 1894, und niemand in der jungen Republik Brasilien hatte jemals von „football“ gehört. Die Idee zu diesem neuen Spiel, das einmal der populärste Sport Brasiliens werden sollte, fiel jedoch bald auf fruchtbaren Boden. Die elitären Clubs in São Paulo nahmen sich des Spiels an, und im Jahr 1901 fand dann die erste Begegnung zwischen einem Amateurteam aus São Paulo und Mitgliedern eines Cricketclubs aus Rio de Janeiro statt. Im Jahr darauf wurde bereits außerhalb der britischen Gemeinde Fußball gespielt, und in beiden großen Städten wurden Fußball-Ligen gegründet. Mit von der Partie war bereits Fluminense in Rio, heute der traditionsreichste unter den noch bestehenden großen brasilianischen Vereinen. Als erster brasilianischer Fußballclub ging jedoch der Sport Clube Rio Grande in die Geschichte ein, der im Jahr 1900 von Deutschstämmigen an der Grenze zu Uruguay gegründet worden war. Es sollte jedoch noch rund zwanzig Jahre dauern, bis der Fußball zu einem Volkssport im eigentlichen Sinne wurde. Erst in den zwanziger Jahren begannen die halbprofessionellen Teams, afrobrasilianische Spieler in ihre Reihen aufzunehmen.

 
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