Öffentliche Sicherheit für Reisende
Die Frage der öffentlichen Sicherheit wird von der brasilianischen Regierung und Gesellschaft insgesamt sehr ernst genommen. In einem demokratischen Land wie Brasilien wäre es schlicht unverantwortlich, dieses Problem zu ignorieren oder herunterzuspielen. (siehe auch öffentliche Sicherheit)
Praktische Informationen für den Reisenden:
Der ausländische Brasilien-Besucher sollte zu seiner eigenen Sicherheit folgende regionale Besonderheiten berücksichtigen:
1.) Großstädte (mehr als 1 Million Einwohner): Erwartungsgemäß weisen die großen Städte insbesondere in den Elendsvierteln (Favelas) und ärmeren Randbezirken die höchsten Kriminalitätsraten des Landes auf. Dem Touristen wird empfohlen, diese risikoträchtigen Gegenden nach Möglichkeit zu meiden. In den zentralen, touristischen Stadtteilen, die in der Regel polizeilich gut überwacht werden, sollte er gewisse, für jede Großstadt geltenden Regeln beachten: Dringend wird abgeraten, sich nachts und am frühen Morgen allein zu Fuß in entlegenen Gegenden zu bewegen; ferner, Schmuck, Kameras oder sonstige Wertgegenstände sichtbar am Körper zu tragen, außer man hält sich in einer Gruppe in überwachten Gegenden auf. Als Verkehrsmittel sollte man nur Taxis und ausgewiesene öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wobei man sich im voraus im Hotel oder beim Fremdenverkehrsverein optimal über den Zielort informieren sollte.
2.) Kleine bis mittelgroße Städte und Landesinnere: Vor allem fernab der großen Städte ist das Landesinnere ein besonders sicheres Gebiet. Beim Befahren der Überlandstraßen sind keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Die großen Reisebusse zwischen Städten und Bundesstaaten werden ohne weiteres von allen genutzt und verlangen keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen. Vorsicht geboten ist jedoch in Touristenzentren, etwa in beliebten Badeorten. Dort gelten ähnliche Regeln wie in den Großstädten.
3.) Karneval: Das größte Volksfest der Welt schlägt jährlich Millionen Besucher in seinen Bann. Gefeiert wird in den Straßen der kleinsten Dörfer bis hin zu den großen Metropolen Rio de Janeiro, São Paulo und Salvador. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, keine größeren Mengen Geld oder Wertgegenstände mit sich zu führen. Dank des verbesserten Polizeischutzes und der durchorganisierten Planung werden während der Karnevalszeit mittlerweile sogar weniger Verbrechen verzeichnet als im Jahresdurchschnitt.