Wirtschaftsstruktur
In den 60er und 70er Jahren vollzog sich in der brasilianischen Volkswirtschaft ein grundlegender Wandel und die Industrialisierung des Landes erhielt neue Impulse. Es entstand eine Struktur, die im wesentlichen bis heute unverändert ist. Der öffentliche und private Dienstleistungssektor trägt etwa 60% zur Erwirtschaftung des Bruttoinlandproduktes bei, der Industriebereich (Bergbau, verarbeitendes Gewerbe und Bauwirtschaft) kommt auf etwas über 33%. Die Landwirtschaft mit einem BIP-Anteil von knapp 8% ist traditionell einer der größten Arbeitgeber, dort arbeiten 13 Millionen Menschen. Wegen des hohen Anteils des Industriesektors hat Brasilien den Status eines “newly industrialized country”, ist also ein Schwellenland.Im privaten Dienstleistungsbereich nahmen der Handel mit einem Anteil von 7,4% und die Banken mit 6,9% im Jahr 1997 die vorderen Plätze ein. Die wichtigsten Industriebranchen waren Lebensmittelverarbeitung, Erdölraffinerie/Petrochemie, Maschinenbau und die Metallverarbeitung.
| Anteil der Sektoren am BIP, 1997 | ||
| Sektor | Anteil | Beschäftigte |
| Landwirtschaft | 7,6% | 13,1 Mio. |
| Bergbau | 0,9% | 0,2 Mio. |
| Verarbeitende Industrie | 23,2% | 8,2 Mio. |
| Bauwirtschaft | 9,2% | 3,5 Mio. |
| Regierung und öff. Verwaltung | 13,7% | 5,4 Mio. |
| Dienstleistungen | 45,3% | 27,0 Mio. |
| Handel | 7,4% | 9,0 Mio. |
| Finanzdienste | 6,9% | 0,8 Mio. |
Quelle: IBGE - Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística
Quelle: IBGE - Instituto Brasileiro de Geografia e EstatísticaQuelle: IBGE - Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística